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Wir brauchen Sie weiterhin

Aufgrund der Corona-Krise hat der Verein Surprise am 17. März den Verkauf des Strassenmagazins und die Sozialen Stadtrundgänge gestoppt. Viele der rund 450 Surprise-Verkäuferinnen und Verkäufer leben aber vom Heftverkauf. Sie und die 14 Stadtführenden stellt die Corona-Krise vor grosse Herausforderungen. Auch den Verein Surprise trifft die Krise mit aller Wucht: Wir werden nicht staatlich unterstützt und sind zu 65 Prozent vom Heftverkauf abhängig. 

Dank der Corona-Spenden konnten wir bereits Anfangs April denjenigen Verkaufenden, die fast ausschliesslich von Surprise leben, während des Verkaufsstopps einen Lohnausfall zahlen, genauso den Stadtführenden. Zudem hat Surprise einen «Notfall-Topf» eingerichtet, der bei Geldnot schnell unterstützt. Weitere Zahlungen sind geplant. Diese Massnahmen wären ohne Sie nicht möglich. Vielen herzlichen Dank allen, die uns bis jetzt unterstützt haben!

Momentan sind wir mit der Umsetzung des Schutzkonzepts beschäftigt. Wir planen, am 29. Mai den Strassenverkauf wieder aufzunehmen. Das aktuelle Surprise Strassenmagazin stellen wir Ihnen weiterhin kostenlos via Website zur Verfügung – und erhoffen uns im Gegenzug eine Spende. Eine limitierte Auflage wird über folgende Läden & Bäckereien verkauft:

Unterstützen Sie uns mit einer Spende für die betroffenen Verkaufenden und Stadtführenden sowie für den Verein Surprise. Spenden können Sie online oder über das Spendenkonto Verein Surprise, 4051 Basel, PC 12-551455-3
IBAN CH11 0900 0000 1255 1455 3 mit dem Vermerk «Corona» 
leisten

Jeder Beitrag zählt, herzlichen Dank!

Jannice Vierkötter, Beat Jans und das ganze Surprise-Team

Medienmitteilung vom 17. März 2020
Stellungnahme vom 6. April

Surprise Nr. 473

15. bis 28. Mail 2020

Momentan wissen wir alle, wie es sich anfühlt, wenn die Behörden einem detaillierte Vorschriften machen, was man zu tun und zu lassen hat. Und wir haben so unsere Mühe damit. Sozialhilfebeziehenden geht es immer so: Das Amt sagt, was sie mit ihrem Geld und ihrer Zeit anzufangen haben. Nicht selten haben die Vorschriften, die die Behörden ihnen machen, einen schwer nachvollziehbaren Charakter wie: «Kaufen Sie sich ein Meerschweinchen!» Unsere Titelgeschichte von Andres Eberhard. 
Mit dem Lockdown käme es zu einem Anstieg häuslicher Gewalt, so warnten Fachstellen und Experten. Polizei und Meldestellen jedoch verzeichnen bisher keine signifikante Zunahme. Nicht, dass damit alles gut wäre: 2019 wurden über 11000 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt gemacht. Dass zu jeder Zeit (nicht nur im Lockdown) unklar bleibt, wie gross die Dunkelziffer ist, stellt eine Hürde bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt dar: Konkrete Zahlen würden Hilfsorganisationen dabei helfen, auf die Dringlichkeit hinzuweisen, mit der die Opfer Hilfe brauchen und die gewaltausübenden Personen sowie wir als Gesellschaft Assistenz beim Umdenken und -lernen. Klaus Petrus hat mit einer Frau gesprochen, deren Mann ihr schon die Nase gebrochen und die sich trotzdem noch keine Hilfe geholt hat, mit dem Gewaltberater Diego Andenmatten von der Fachstelle Gewalt sprach Sara Winter Sayilir, der Frage, warum es wohl bisher nicht zu einem Ansteigen der Meldungen kam, ging Simon Jäggi nach, und Diana Frei schaute sich ganz besonders die Situation der Kinder im Lockdown an. 
Darüber hinaus mit einem Hörtipp von Yvonne Kunz, einer genialen Ankündigung der Surprise-Geschäftsleitrin Jannice Vierkoetter (Trommelwirbel!), einem spannenden Einblick in die Notwendigkeit und Einzigartigkeit des Archivs der Gosteli-Stiftung von Diana Frei, einem Bericht vom Zürcher Kreuzplatz von Stephan Pörtner, und einem berührenden Porträt von Ghide Gerezgihier aus Biel, geschrieben und fotografiert von Klaus Petrus.

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