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Surprise Nr. 473 «Lockdown»

Was die Einschränkung des öffentlichen Lebens mit den sozial Schwachen macht, ist der Fokus des aktuellen Hefts. Und die Frage, wie wir es schaffen, dass sie nicht zu sozial Abgehängten werden. Wir schreiben auch im Lockdown weiter, weil es Journalismus auch in Corona-Zeiten braucht. Es braucht ihn mehr denn je, weil jetzt der Rand der Gesellschaft allzu schnell vergessen zu gehen droht.

Corona Diaries – Die Bilder in dieser Ausgabe stammen von Schweizer Fotografinnen und Fotografen, die in den jetzigen Wochen ihre vertrauten Orte dokumentiert haben. Sie haben uns ihre Fotografien zur Verfügung gestellt – eine wunderbare, grosszügige, solidarische Geste, denn auch sie sind, als Freischaffende, von der jetzigen Krise ganz besonders betroffen. Wir danken Christian Aeberhard, Fabian Biasio, Beni Blaser, Markus Forte, Patrick Gilliéron Lopreno, Eleni Kougionis, Kostas Maros, Klaus Petrus, Samuel Schalch und Roland Schmid.

Die Themen:
Bleiben Sie zuhause! – Die Aufforderung ist eine Herausforderung für die meisten, aber einfacher für die, die Haus und Garten haben als für diejenigen, die sich keine hohen Mieten leisten können. Für die, die sich im betreuten Wohnen sich den Raum mit anderen teilen müssen oder obdachlos sind. Wir haben Surprise-Verkäuferinnen und –verkäufer gefragt: Wie geht es euch? Wen habt ihr noch für den persönlichen Austausch? Habt ihr Möglichkeiten, euch zu beschäftigen? 

«Der Bundesrat vergisst die Schwächsten» – Im Interview von Reporter Andres Eberhard beantwortet Hugo Fasel, Direktor von Caritas Schweiz, Fragen wie: Kann unser Sozialstaat diese Krise verkraften? Und könnten Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen plötzlich mehrheitsfähig werden? 

Grenzen der Solidarität – Man klatscht auf den Balkonen und trägt sich in die Liste der Nachbarschaftshilfe ein, die jetzt im Hauseingang hängt ein. Die gesellschaftliche Solidarität kommt aber nicht allen zu Gute. Und sie endet spätestens an der Landesgrenze. Ein Essay von Reporter Simon Jäggi.

Krise international – Das Konzept Strassenzeitung lebt davon, dass sich Menschen begegnen. Real, draussen auf der Strasse. Dass sich das tägliche Leben von einem Tag auf der anderen vollständig auf den Kopf gestellt hat, trifft Strassenmagazine international im Kern ihres Konzepts – und Tausende von Strassenverkäuferinnen und –verkäufern in ihrer persönlichen Existenzgrundlage. Ein Überblick.

Sozialarbeit bei Surprise – Sozialarbeiterin Sara Steiner hat Co-Redaktionsleiterin Sara Winter Sayilir erzählt, was in ihrer Arbeit zurzeit am wichtigsten ist. 

Kultur – Wie Benjamin von Wyl und Daniel Kissling in einem «Höllenritt» zur Herausgebern von Shutdown-Literatur geworden sind und wie der Filmpreisgewinner «Le Milieu de l’horizon» (Outside the Box) trotz geschlossener Kinos Filmpremiere feiert. 

Kolumnen – Gerichtsreporterin Yvonne Kunz darüber, wieso Uneinigkeit vor Gericht manchmal sinnvoll ist. Und die Tour de Suisse mit Stephan Pörtner macht diesmal einen Velostopp in Dübendorf.

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