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Surprise Nr. 475

Momentan wissen wir alle, wie es sich anfühlt, wenn die Behörden einem detaillierte Vorschriften machen, was man zu tun und zu lassen hat. Und wir haben so unsere Mühe damit. Sozialhilfebeziehenden geht es immer so: Das Amt sagt, was sie mit ihrem Geld und ihrer Zeit anzufangen haben. Nicht selten haben die Vorschriften, die die Behörden ihnen machen, einen schwer nachvollziehbaren Charakter wie: «Kaufen Sie sich ein Meerschweinchen!» Unsere Titelgeschichte von Andres Eberhard
Mit dem Lockdown käme es zu einem Anstieg häuslicher Gewalt, so warnten Fachstellen und Experten. Polizei und Meldestellen jedoch verzeichnen bisher keine signifikante Zunahme. Nicht, dass damit alles gut wäre: 2019 wurden über 11000 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt gemacht. Dass zu jeder Zeit (nicht nur im Lockdown) unklar bleibt, wie gross die Dunkelziffer ist, stellt eine Hürde bei der Bekämpfung von häuslicher Gewalt dar: Konkrete Zahlen würden Hilfsorganisationen dabei helfen, auf die Dringlichkeit hinzuweisen, mit der die Opfer Hilfe brauchen und die gewaltausübenden Personen sowie wir als Gesellschaft Assistenz beim Umdenken und -lernen. Klaus Petrus hat mit einer Frau gesprochen, deren Mann ihr schon die Nase gebrochen und die sich trotzdem noch keine Hilfe geholt hat, mit dem Gewaltberater Diego Andenmatten von der Fachstelle Gewalt sprach Sara Winter Sayilir, der Frage, warum es wohl bisher nicht zu einem Ansteigen der Meldungen kam, ging Simon Jäggi nach, und Diana Frei schaute sich ganz besonders die Situation der Kinder im Lockdown an. 
Darüber hinaus mit einem Hörtipp von Yvonne Kunz, einer genialen Ankündigung der Surprise-Geschäftsleiterin Jannice Vierkoetter(Trommelwirbel!), einem spannenden Einblick in die Notwendigkeit und Einzigartigkeit des Archivs der Gosteli-Stiftung von Diana Frei, einem Bericht vom Zürcher Kreuzplatz von Stephan Pörtner, und einem berührenden Porträt von Ghide Gerezgihier aus Biel, geschrieben und fotografiert von Klaus Petrus.

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