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Surprise Nr. 489

4. bis 17. Dezember

«Wir warten alle!»: So heisst das neue Surprise Strassenmagazin #489.

Es ist Advent, wir warten auf Weihnachten. Wir warten aber auch auf viel anderes, auf Normalität etwa.

Wir haben uns das Warten an sich genauer angeschaut und festgestellt: Es hat erstaunlich viel mit den Themen zu tun, mit denen wir uns als Strassenmagazin immer wieder beschäftigen. Arbeitswelten, Machtdemonstration und Ohnmacht, aber auch politischer Aufbruch und Entschleunigung.

Diana Frei hat mit dem Soziologen Andreas Göttlich von der Universität Konstanz über die verschiedenen Ausformungen des Wartens geredet. Florian Wüstholz hat sich drei #Velokurieren in Zürich und Bern an die Felgen geheftet und dabei erfahren, wie der Mensch (und sogar ein menschlicher Chef) im Arbeitsleben hinter einem Algorithmus verschwinden kann.

Malte Seiwerth hat mit Menschen gesprochen, die seit Jahren auf Wiedergutmachung warten: Jahrzehntelang herrschte in #Chile ein System von illegalen #Adoptionen, weder die betroffenen Kinder noch die Adoptiveltern wussten vom Unrecht.

Auch Surprise-Verkäufer*innen sind beim Verkaufen stundenlang am Warten, tagtäglich. Aber bei weitem nicht nur. Denn: Sie wissen ihre Zeit sinnvoll zu nutzen. Ihre Schilderungen haben Eva Mell, Dina Hungerbühler und Isabel Mosimann aufgezeichnet.

Bis zu vier Monaten warten die #Asylbewerber im Bundesasylzentrum Bässlergut in Basel auf ihren Bescheid. Reporter Simon Jäggi erzählt von einem Warten, das ein existenzielles Ausmass hat.

Und normalerweise stellt sich der Autor Stephan Pörtner an Surprise-Verkaufsstandorte und skizziert die Seele des Ortes auf sehr persönliche Art in seiner Kolumne. Diesmal haben wir ihn warten lassen. Und zwar in Wartesälen.

Gestaltet hat das Heft wie immer Bodara GmbH, illustriert hat es von A bis Z Corina Vögele. Unsere Vorgabe lautete: Mit den Motiven müssen wir unsere Weihnachtsgeschenke einpacken wollen. (Das tun wir nun natürlich! Das Format reicht allerdings nur für kleine Geschenke.) Und wenn ihr euch fragt, wieso die Illustrationen im #Retro-Look daherkommen: Soziologe Göttlich erklärt es im gleichen Heft.

Im #Verkäuferporträt erklärt die Strassenmagazinverkäuferin Jovanka Obradovi? vom serbischen Strassenmagazin Liceulice passend zum Thema: «Mir ist nie langweilig.»

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