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Die Herzen der Männer

Bis im Sommer 2014 lebte ich im Asylzentrum Schwanen, einem ehemaligen Hotel für Rucksacktouristen in Stein am Rhein. In meinem letzten Winter dort war da plötzlich diese Frau: Sie schien mit einigen Geflüchteten aus Syrien bekannt zu sein, meistens Familien. Sie spielte mit den Kindern, und wenn...

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Integration mit Dame

Die Hände hat er auf dem Tisch gefaltet, den Blick auf das Brett und die Figuren darauf gerichtet. Nach jedem Zug tippt er die Schachuhr am Rand des Tisches an, manchmal schaut er in die Augen seines Gegners. Für Sharif Mansoor ist Schach mehr als ein Spiel.

Mansoor, 40 Jahre alt, floh vor 18...

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Seit Kurzem wieder lachen

Im Winter 2014 lebte ich im Asylzentrum Buch bei Schaffhausen, dort verbrachte ich viel Zeit mit Wahid Yousof. Wir tranken Tee und redeten. Mittlerweile wohnen er und seine Frau Manal Haschasch in einer Wohnung in Neuhausen, wo ich sie kürzlich besuchen ging. An der Wand hingen die Bilder von vier...

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Sonne in der Hölle

Meine Flucht aus Iran brachte mich 2012 nach Griechenland, von wo ich weiter nach Mitteleuropa wollte. Ich bezahlte dafür einem Schleuser 4000 Euro, da ich weder einen Reisepass noch eine Aufenthaltsbewilligung hatte. Der Schleuser besorgte mir einen italienischen Ausweis, der auf den Namen Marco...

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«Du verdienst Hunger»

Nach sechs Monaten und 17 Tagen in einem griechischen Gefängnis (siehe Surprise 388/16) kam ich im Februar 2013 frei. Eine Kampagne von Amnesty International, unterstützt durch Politiker wie den damaligen italienischen Senator Marco Perduca, hatte Wirkung gezeigt. Meine schlimmsten Befürchtungen –...

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In zwei Sprachen zuhause

Es ist Ende Oktober, feiner Regen fällt und zwei Männer unter schwarzen Regenschirmen laufen in ein Gespräch vertieft über die Strasse. Bardhec Berisha (55), neben ihm sein Freund Prend Buzhala. Sie gehen vom Bahnhof Luzern durch den Torbogen auf den See zu, geradeaus weiter zum Seebistro und setzen...

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Am goldenen Ufer

Im März 2014 fing ich mit dem Deutschkurs C1 an und habe dort Ismail Bajrami kennengelernt. Mit seinem roten Gesicht und dem braunen Haar sieht der heute 35-Jährige aus wie ein Mitteleuropäer und nicht wie vom Balkan. Er ist schnell und schlagfertig im Gespräch, reagiert immer sofort auf die Worte...

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Widerstand

Ich wurde im Dorf Zamziran ganz im Westen Irans geboren. Als ich sechs war, zog ich in die etwa 35 Kilometer entfernte Stadt Sardasht, um zur Schule zu gehen. Jeden Sommer kehrte ich zurück ins Dorf, half meinen Eltern auf dem Hof und genoss die Berge. Am letzten Tag der Sommerferien im Paradies...

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Zwei Tränen

Ich habe diesen einen Tag, an dem ich traurig werde und mein Herz blutet. Der Tag weckt die Erinnerung an meine erste Liebe, und ich fühle mich dann ganz alleine auf dieser Welt mit ihren Milliarden Menschen. Jede Musik, alle Melodien und Instrumente klingen falsch und unausstehlich und all die...

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Protonensalat

Seit Ende Februar besuche ich an der ETH Zürich das Schnuppersemester für Flüchtlinge. Ich besuche dort Vorlesungen der Masterstufe in Informatik. Ich habe viel Spass an der ETH, auch ausserhalb der Vorlesungen.

In der Projektbeschreibung zum Schnuppersemester heisst es: «Haben Sie in Ihrer Heimat...

Strassenmagazin-Kollumne: Challenge League
Der Saz-Sozialist

Wenn ich mich in der Autonomen Schule Zürich mit meinen Freunden traf, sah ich oft auch Kamran, der als Aktivist in der Schule arbeitete. Ich stellte mir immer vor, er käme aus Skandinavien, wegen seines Aussehens und weil er gebrochen Deutsch sprach. Er war immer im Stress. Als ich ihn eines Tages...

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Hasan und Khzer

Von Mitte Dezember 2016 bis Mitte Januar 2017 drehte ich für mein Filmstudium

an der F+F Schule für Kunst und Design Zürich den Dokumentarfilm «Der Jeside, Die Jesidin». Er dauert 12 Minuten und beschreibt die Lage einer Familie im Norden des Irak, die vor dem IS geflohen ist. Damals kamen meine...

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Wehende Kopftücher

Meine Kindheit habe ich in einem Dorf im Nordwesten des Irans verbracht. Damit wir in die Schule gehen konnten, schickten uns unsere Eltern in die Stadt Sardasht. Eines Tages kam meine Schwester weinend nach Hause. Sie ist vier Jahre jünger als ich und ging damals ins erste Schuljahr. Meine Eltern...

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Hört auf zuzuschauen!

Ich schreibe viel zu spät an meiner Kolumne, da ich völlig kraftlos bin, seitdem ich täglich Nachrichten über die Gräueltaten der türkischen Armee und ihrer islamistischen Verbündeten in Afrin sehe. Ich habe deshalb diesen Monat die Sozialen Medien gemieden, weil ich nur noch Bilder und Videos der...

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Zuhause im Theater

Seit drei Monaten besuche ich ein Theater­projekt am Maxim­-Theater in Zürich. Das Ziel ist, das antike griechische Drama «Antigone» von Sophokles aufzuführen. Wir sind etwa 20 Personen aus ver­schiedenen Ländern von Asien bis Süd­amerika, darunter auch Schweizer. Anfangs bauten wir Eselsbrücken für...

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Nur knapp entkommen

Ich habe mich nach zwei Jahren Studium in Zürich entschieden, von Neuhausen am Rheinfall nach Zürich umzuziehen. Den Kanton zu wechseln, bedeutet für uns Flüchtlinge viel Bürokratie. Das erste Mal wurde mein Antrag vom Kanton Zürich abgelehnt, weil ich nur einen F-Ausweis für vorläufig Aufgenommene...

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Sozialismus heisst Zusammenleben

Ende Juni war ich in Genf, um an einem Treffen der Sozialistischen Internationale teilzunehmen. Alle zwei Jahre versammeln sich dort Parteien aus der ganzen Welt, von Mitte bis Links, in den Räumen der Vereinten Nationen. Viele Parteien sind Mitglieder der Sozialistischen Internationale, manche nur...