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Verkäufer*innenkolumne
Ping Pong

NICOLAS GABRIEL, 56, verkauft Surprise in Zürich auf der Achse Rudolf-Brun-Brücke/Uraniabrücke.

Ping. Pong. Hin und zurück. Nehmen und geben. Ping. Pong. Päng, welch Highlight!

Das sage ich Ihnen, liebe*r Leser*in. Das sage ich mir, Schreiberlehrling. Denn mir obliegt die Umsetzung. Bim Surprise-Värchaufe. Mit Schtammchunde. Stammkunden sind nämlich aus dem Gedächtnis abrufbar. Ich kann fürs Danken denken. Etwas aushecken: Eine Überraschung. Surprise!

Und was gebührt IHNEN nun? Nach zwei Freundlichkeiten: Sie schenken Geld und, mit Lesen, Zeit.

Ihnen gebührt mein nächster Gedanke (den ich noch nicht kenne. Bin sälber gwundrig!).

... wow, ich han’s: «Irgendwo auf dieser Welt ist jemand ausschliesslich für Sie da. Jemand aus Fleisch und Blut. Jemand in Ihrem Bewusstsein. Oder darunter.» Ich schlage vor: Vergegenwärtigen Sie sich das beim nächsten Verfluchen des Lebens.

Ping-Pong. Ich wollte das Spiel vor 16 Jahren bei meinem Surprise-Start konsequent spielen. Die ersten rund 200 Käufer*innen versuchte ich mir zu merken. Mit Merkstütze auf Papier. Und ich verbrachte die ganze Verkaufszeit mit Erinnerungs-Training. Weniger wäre mehr gewesen. Es hätte genügt, mit einigen wenigen das Spiel zu spielen. So überforderte ich mich. Der Ball ging verloren. Jetzt suche ich ihn wieder. Will mer es Chund*innehäftli zuatue. Für es paar Lüüt wonich märk: Dia bruuchet de Schport genauso wianich.


 Die Texte für diese Kolumne werden in Workshops unter der Leitung von Surprise und Stephan Pörtner erarbeitet. Die Illustration zur Kolumne entsteht in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Design und Kunst, Studienrichtung Illustration.