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Auf Reisen
Basel, Schweiz

Unsere Reiseleiterin Danica Graf lebt in Basel. Sie arbeitet als Stadtführerin bei Surprise und verkauft das Strassenmagazin. Sie hat eine Weiterbildung als sogenannte Peer gemacht, um Menschen in der Krise ihre eigenen Erfahrungen mit psychischen Erschütterungen weiterzugeben. Als sie keine Stelle fand, begann sie mit dem Heftverkauf.

An Basel finde ich toll

... dass hier sehr viele verschiedene Kulturen zusammenleben, vor allem im Kleinbasel. Ich finde das auch deshalb so spannend, weil ich als Stadtführerin mit vielen Leuten ins Gespräch komme, ich lerne andere Leute kennen, die in Armut leben, Sexarbeiterinnen und obdachlose Menschen. Früher ging ich zu vielen dieser Menschen auf Abstand. Heute freue ich mich, wenn ich mehr über ihr Leben erfahre: Wie rutscht man in die Sexarbeit? Weshalb kommt jemand ins Gefängnis? Ich erlebe die Stadt als Sammlung von sehr vielfältigen persönlichen Geschichten.

Mein Lieblingsstadtteil

Das St. Alban-Tal mit dem St. Alban-Tor, das ein ehemaliges Stadttor ist, und der Papiermühle, die ein kleines Museum hat. Ich gehe da oft von der Nachbargemeinde Birsfelden her zu Fuss durch, alles dem Rhein entlang. Es gibt da eine schöne Allee.

Mein Lieblingscafe

Ich habe zwei: die Oetlinger Buvette am Rhein, die von April bis Oktober geöffnet ist, und das Café Flore im Kleinbasel. Beide sind «Café Surprise», das heisst: Menschen, denen das Geld fehlt, können dort gratis einen Kaffee bestellen, den jemand anders zuvor gespendet hat. Die Betreiber sind tolle, soziale Leute.

Ein kostenloser Ort in Basel

Ich finde die Quartierflohmärkte schön. Die gibt es von Frühling bis Herbst jeweils samstags oder sonntags. Privatpersonen verkaufen in ihren Hinterhöfen Sachen aus ihrer eigenen Wohnung oder ihrem Keller. Hier kann man stundenlang stöbern und sieht dabei Hinterhöfe, die man sonst nie zu Gesicht bekommen würde. Die Flohmärkte findet man online: www.quartierflohmibasel.ch

Was nur Einheimsiche kennen

Der Andreasplatz ist ein kleiner Platz mitten in der Stadt mit dem Flair eines Hinterhofs, mit einem Café mitten in den Altstadt-Wohnhäusern. Schön ist auch ein anderer kleiner Platz mit Bäumen und Bänken beim Musikinstrumentenmuseum, auch mitten in der Altstadt. Dann gibt es das Bollwerk: bei der Heuwaage die Treppe hinauf, da gibt’s einen Getränke- und Glacéwagen und viele kleine Nischen der Stadtmauer entlang mit Tischen und Stühlen. Es ist dort sehr ruhig, und man kann trotzdem Leute beobachten.

Wann Basel am schönsten ist

Im Frühling. Dann blüht alles, und es sind nicht so viele Touristen hier wie im Sommer. Man spürt im Frühling das Stadtleben am besten.