Mexiko „Street Soccer Mexico A.C.“

Die 2005 gegründete Organisation Street Soccer Mexico A.C. arbeitet in allen 32 Bundesstaaten Mexikos und erreicht von der Gesellschaft verdrängte Gemeinschaften durch die Kraft des Sports. Mit rund 28’000 Teilnehmern unterstützt das Programm Menschen, die mit Obdachlosigkeit, Sucht, Gewalt, Bandenkriminalität und extremer Armut zu kämpfen haben. Rund 9’000 von ihnen sind Frauen. Sie kommen aus Heimen, gewalttätigen Vierteln oder dem Leben auf der Strasse. Für viele ist der Fussball der erste Schritt in Richtung Selbstvertrauen, Heilung und Sichtbarkeit.

Das Trainingsprogramm des Vereins variiert je nach Stadt: In einigen Orten wird ganzjährig bis zu drei Mal wöchentlich trainiert, in anderen gibt es zeitlich begrenzte Angebote. Immer dabei: fussballerisches Training und Bildungsarbeit. Besonders wichtig ist die Arbeit in ländlichen Regionen, wo Armut besonders ausgeprägt ist. Zur Vorbereitung auf die Women’s Street Football EURO trainieren die Spielerinnen individuell in ihren Heimatorten. Hier ganz speziell: Die Frauen kennen sich noch nicht persönlich und haben noch nie gemeinsam gespielt – aber die lokalen Koordinator*innen begleiten sie eng, fördern ihre Fitness und unterstützen bei Lebenskrisen. So ist eine umfängliche Vorbereitung für ein erfolgreiches Turnier gewährleistet.

In einem Land, das tagtäglich mit Herausforderungen wie Gewalt, Armut und geschlechtsspezifischem Missbrauch konfrontiert ist, beweist dieses Team: Frauen sind keine Opfer ihrer Umstände. Durch den Fussball dürfen sie die Kontrolle in ihrem Leben wieder übernehmen und werden zu Anführerinnen ihres eigenen Wandels. Ein landesweites Netzwerk von Freiwilligen, sektorübergreifende Partnerschaften und die Integration von Bildung mit dem Sport unterstützen die Frauen dabei auf ihrem Weg.

English

Founded in 2005, the organization Street Soccer Mexico A.C. operates in all 32 states of Mexico, reaching marginalized communities through the power of sport. With around 28,000 participants, the program supports people affected by homelessness, addiction, violence, gang crime, and extreme poverty. About 9,000 of them are women. They come from shelters, violent neighborhoods, or life on the streets. For many, football is the first step towards self-confidence, healing, and visibility.

The club’s training program varies depending on the city: in some places, training is offered up to three times a week year-round; in others, the offerings are time-limited. Always included: football training and educational work. Especially important is their work in rural regions, where poverty is particularly severe. In preparation for the Women’s Street Football EURO, the players train individually in their hometowns. What’s unique here: the women have never met in person or played together before – but local coordinators support them closely, foster their fitness, and assist them through life crises. This ensures a well-rounded preparation for a successful tournament.

In a country that faces daily challenges such as violence, poverty, and gender-based abuse, this team proves: women are not victims of their circumstances. Through football, they reclaim control over their lives and become leaders of their own transformation. A nationwide network of volunteers, cross-sector partnerships, and the integration of education with sport support the women along the way.