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Ein Stammkunde half Jawal Z. im Lockdown mit einer grosszügigen Überweisung aus. «Er ist ein guter Mann», sagt sie.

Sexarbeit
Leere Betten

Keine Freier, keine Sicherheit: Auch Sexarbeiter*innen waren vom Corona-Lockdown betroffen – und sind es noch immer. Denn die Krise offenbart bloss, wie prekär ihre Situation ohnehin schon ist.

Cybersex war keine Option, nach Hause fliegen konnte sie auch nicht: Ohne Einkommen und mit hohen Fixkosten kämpft Sexarbeiterin Jawal Z. in der Pandemie mit Existenzängsten.

Ende Februar, sagt Sexarbeiterin Jawal Z.*, 47, hätten Stammkunden bei ihr angerufen und sich entschuldigt, in zwei, drei Wochen, hätten sie gesagt, sei dieser Corona-Spuk gewiss vorüber und alles wieder gut. Sorgen habe sie sich keine gemacht, damals. Doch dann hörte sie von Kolleginnen, die von einem Tag auf den anderen den Flieger nahmen oder in den Zug stiegen – nach Thailand, Brasilien, Rumänien, Bulgarien, Portugal, Italien. Und Jawal Z. fragte sich, ob auch sie nach Pattaya zurückkehren solle, wo ihre Familie lebt, ihre drei Töchter, die alte Mutter.

Doch sie blieb. Dreimal im Jahr ist sie an dem schönen Badeort an der Ostküste des Golfs von Thailand zu Besuch, doch daheim fühlt sie sich dort schon lange nicht mehr. Jawal Z., die gelernte Masseurin, führt ein Doppelleben. Zuhause weiss kaum jemand von ihrer Arbeit in der Schweiz. Die Angst, von der eigenen Familie verurteilt zu werden, ist gross, ihre Töchter, davon ist Jawal Z. überzeugt, würden nie wieder ein Wort mit ihr reden. «Für sie bin ich eine Physiotherapeutin weit weg in einem reichen Land, die hart arbeitet, regelmässig Geld nach Hause schickt und ihre Mädchen vermisst.» Die Älteste, sagt Jawal Z. mit Stolz, habe Zahntechnik studiert, die beiden jüngeren Töchter, Anfang und Mitte zwanzig, arbeiteten im Service.

Vor bald acht Jahren kam Jawal Z. in die Schweiz, auf Anraten einer «Tante», wie die Thailänderinnen die Frauen nennen, die sie ins Geschäft einführen. Erst arbeitete sie in einem Etablissement in der Zürcher Altstadt, da kamen die Männer rein, begafften die Frauen in Unterwäsche und wählten eine aus. Unerträglich sei das gewesen, sagt Jawal Z. «Ich war schon fast 40, die anderen um mich herum die Hälfte jünger, schön, frisch und für alles zu haben. Ich blieb meist hocken, fühlte mich wertlos.» Bis eine Brasilianerin ihr riet: «Gib diesen Typen das Gefühl, dass du sie gar nicht willst, das macht sie an.»

Über Männer, sagt Jawal Z. und meint damit den Sex mit ihnen, habe sie damals kaum etwas gewusst. Sie war neunzehn, als sie von ihrem Vater verheiratet wurde, im Jahr darauf bekam sie ihr erstes Kind. Der Ehemann, ein Mechaniker von Beruf, sei ein Rüpel gewesen, habe sich von ihr genommen, was und wann er wollte. Reden sei sinnlos gewesen, manchmal habe sie sich gewehrt, es meist aber mit sich geschehen lassen. So ging das lange Jahre.

Als er sie immer öfter schlug, jagte ihre Mutter ihn zum Teufel. Da war Jawal Z. Ende dreissig und wusste nicht wohin mit sich und dem Leben. Ihre Cousine, eine von wenigen aus Pattaya, die von Jawals wirklicher Arbeit in der Schweiz weiss, meinte zu ihr, du hast glänzendes Haar und grosse Brüste, mach was daraus. Mit der Adresse einer «Tante» im Gepäck reiste sie in die Schweiz.

Jawal Z. lernte schnell («Ich schaute Pornofilme, bot fast alles an»), sie wechselte von Zürich in einen Club nach Bern, dort blieb sie für zwei Jahre, dann kam sie nach Biel, wo sie, inzwischen mit einer Aufenthaltsbewilligung B, bis heute lebt. Die Wohnung unweit vom Bahnhof teilt sich Jawal Z. mit einer jungen Landsfrau, auch sie eine Sexarbeiterin. Vier Zimmer, eine Toilette, ein Bad, eine Küche, ein Abstellraum, alles dunkel und klein, für 4380 Franken im Monat inklusive. Der hohe Preis ist nicht unüblich, die Räume werden ja auch gewerblich genutzt. Viel Geld für Jawal Z., die hier nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt, kocht, putzt, die Wäsche macht, ihre Einkäufe sortiert, mit den Töchtern telefoniert, schläft. Vor ein paar Jahren noch konnte sie etwas auf die Seite legen, ein wenig für ihre Töchter, ein bisschen für sich selbst. Doch dann kamen immer mehr Frauen aus dem Osten, sie drückten die Preise für alles und jeden, und es wurde langsam eng für Jawal Z.

 

Und dann noch Corona

Schon Ende März, Anfang April begann Jawal Z. zu rechnen. Würde der Lockdown, wie damals angekündigt, bis Ende April andauern, hätte sie, alles in allem, Auslagen zwischen 6000 und 7000 Franken – vorausgesetzt, sie lebt sparsam. Wie die meisten Sexarbeiter*innen ist auch Jawal Z. als selbständig Erwerbende tätig, was für sie bedeutet: kein gesichertes Monatseinkommen, kein Anrecht auf bezahlte Ferien, keine Entschädigung bei Krankheit. Am schlimmsten aber war die hohe Miete. Einer Kollegin, die in einem Bieler Studio arbeitet und dort auch wohnt, wurde die Miete reduziert, eine andere erzählte, sie könne bis auf Weiteres gratis in ihrer Wohnung bleiben. Auch Jawal Z. schrieb ihrem Vermieter, klagte ihr Leid. Antwort bekam sie keine.

Damals kroch der Thailänderin die Angst in die Knochen: Was, wenn ich auf der Strasse lande und nicht mehr zu meiner Familie kann? Das Sozialamt? Eine Freundin warnte sie, man würde ihr dann die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr erneuern. Dass die Behörden die entsprechenden Auflagen zu jener Zeit lockerten und Jawal Z. diesbezüglich nichts zu befürchten hatte, davon wusste sie nichts. Ebenso wenig von einem neuen Netzwerk Prokore (Prostitution, Kollektiv, Reflexion), das vom Bundesamt für Gesundheit BAG mitfinanziert wurde und zum Ziel hat, für Sexarbeiter*innen eine unkomplizierte, effektive Unterstützung durch Nothilfe oder Sozialhilfe aufzubauen. Stattdessen verbrachte Jawal Z. kümmerliche Tage in ihrer Wohnung mit den leeren Betten ohne Freier. Damals, erzählt sie im Nachhinein, habe sie sich oft gefragt, was sie hier überhaupt tue, so ganz grundsätzlich: Was für eine Arbeit das sei, was dies alles mit ihr mache, mit ihrem Körper, ihrem Gemüt? Und was aus ihr werden soll die kommenden Jahre?

Ihre Freundinnen sah Jamal Z. in jener Zeit kaum noch, sie zog sich zurück. Jemand habe zu ihr gesagt, sie könne ja Telefonsex anbieten oder ein Filmchen hochladen, doch das sei ihre Sache nicht. Und so begann sie darüber nachzudenken, ob sie trotz Verbot weiterarbeiten solle. Manche hätten im Stillen Hausbesuche gemacht und gut dabei verdient, andere würden sich nur mit Kunden treffen, die jung und gesund sind. «Das geht bei mir nicht, ich bin wie ein später Sommer. Manche Männer mögen das, viele eher nicht», sagt Jawal Z. und spielt auf ihr Alter an. Auch hörte sie, die Freier würden jetzt noch mehr als sonst um die Preise feilschen.

Einer von Jawals Kunden ist Fritz K.*, 59, wohnhaft in Grenchen Nord und seit bald zwei Jahren für gewöhnlich jeden Donnerstag über Mittag bei ihr, manchmal auch samstags, am frühen Abend, wenn seine Frau nach den Einkäufen mit ihrer Freundin im Café sitzt. Fritz K., Monteur von Beruf, sagt von sich selbst, er sei unkompliziert, habe keine aparten Wünsche, buche immer Geschlechtsverkehr mit Vorspiel, eine knappe Stunde für 150 statt 250, da Stammkunde. «Meist bleibe ich länger, dann reden wir noch. Jawal ist lustig.» Fritz K. lobt das Können der Thailänderin («Sie geht immer gut mit»), ihre Professionalität und dass sie erst dann zufrieden ist, wenn der Kunde es ist. Und er schüttelt den Kopf über andere Freier, «ungehobeltes Pack» und «Grüsel», die die Frauen behandeln würden wie Dreck. Während des Lockdowns im Frühjahr, sagt Fritz K. in der Küche von Jawals Wohnung, da habe er sie schon vermisst, irgendwie, sie hätten stattdessen telefoniert. 500 Franken im Monat habe er ihr in dieser schwierigen Zeit überwiesen, Ehrensache sei das gewesen. Fritz K. redet von «Gutscheinen», und Jawal Z. lächelt, ein guter Mann sei der Fritz.

Als gegen Mitte Mai der Lockdown aufgehoben wurde und Jawal Z. wieder arbeiten konnte, war sie voller Zuversicht. Es gab, sagt sie, sogar Momente, da habe sie ihre Arbeit vermisst, den Kontakt zu den Männern, die Gespräche, Komplimente, die kleinen Geschenke, die beiläufigen Scherze. Doch so richtig anlaufen wollte das Geschäft nicht. Die Konkurrenz wurde noch grösser, viele Sexarbeiter*innen kamen aus dem Ausland zurück in die Schweiz, auch aus Ländern, in denen das Gewerbe noch immer verboten war. Und mit der Konkurrenz sanken die Preise. Jawal Z. weiss von Frauen, die sich für 30 Franken anbieten. «Unter 80 geht bei mir nichts», sagt sie, das sei auch eine Sache der Würde, höchstens oral mit Kondom auf die Schnelle für 50.

Zwischen vierzig und fünfzig Kunden jeden Monat bräuchte die Thailänderin, die sich jetzt wieder auf Erotikportalen anbietet mit dem Vermerk «7/24» und «Anal spezial». Das war der Schnitt vor diesem März. Nun, Ende Oktober, sitzt Jawal Z. in ihrem Zimmer und verbringt die Stunden schon wieder mit Warten. Von ihrer Mitbewohnerin hört sie sagen, die ersten Clubs müssten erneut schliessen. Vielleicht, fragt Jawal Z., sollte sie doch die Koffer packen, heim zu ihrer Familie reisen? Doch wie soll sie überleben dort, nach Jahren der Lüge?

Auch in Thailand gibt es angeblich dieses Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch allzu lange hoffen will Jawal Z. nicht. In ihrem Land, sagt sie, gebe es nämlich noch einen anderen Spruch, der laute: «Zu viele Hoffnungen verderben einem das Leben.»


«Kein Geld für Reis»

Die Corona-Krise offenbare bloss die ohnehin schon prekäre Arbeitssituation von Sexarbeiter*innen, sagt Christa Ammann von der Fachstelle Xenia.

Christa Ammann, im März wurde die Sexarbeit auf einen Schlag verboten. Was bedeutete dies für die Sexarbeiter*innen?

Das kommt darauf an, in welcher Situation sie waren: ob sie ausschliesslich von der Sexarbeit leben, ob sie nur für sich arbeiten oder ganze Familien von ihrem Lohn abhängen, und anderes mehr. Da viele von ihnen selbständig Erwerbende sind, blieben sie auf ihren hohen Fixkosten sitzen. Besonders die Miete der Wohnungen, in denen sie leben und häufig auch arbeiten, ist in der Regel sehr hoch. Deshalb haben wir schon früh die Vermieter*innen der Wohnungen sowie die Betreiber*innen von Clubs angeschrieben und sie gebeten, die Sexarbeiter*innen umsonst wohnen zu lassen oder wenigstens ihre Miete zu reduzieren.

Wie war die Reaktion?

Viele sind darauf eingegangen. Wären die Frauen nicht mehr in der Lage gewesen, für die Miete aufzukommen, wären sie früher oder später tatsächlich auf der Strasse gelandet – zumal zu jenem Zeitpunkt die Grenzen zugingen und viele gar keine Möglichkeit mehr hatten, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Natürlich sind hier auch geschäftliche Interessen im Spiel: Den Betreiber*innen von Clubs und Vermieter*innen von Wohnungen ist durchaus daran gelegen, dass es den Sexarbeiter*innen gut geht und sie auch in Zukunft mit ihnen zusammenarbeiten. Kommt hinzu, dass man diese Wohnungen ohnehin nur schwer weitervermieten konnte. Insgesamt war das alles sehr solidarisch, man gab einander das Gefühl, im selben Boot zu sitzen. Manche Clubbetreiber*innen sagten zu Beginn des Lockdowns gar zu, für die Sexarbeiter*innen Essen zu organisieren. Irgendwann ging dies jedoch zu sehr ins Geld, und wir sprangen ein.

Wir reden von Sexarbeiter*innen, die hungern mussten?

Ja, diese Erfahrung war auch für uns heftig. Wir hätten nie gedacht, dass dies hier in der Schweiz passieren wird – vor allem derart schnell, schon knappe zwei Wochen nach dem Lockdown. Es war ja nicht nur so, dass die Sexarbeiter*innen nicht wussten, wie sie ihre nächste Handyoder Krankenkassenrechnung hätten zahlen können. Es fehlte ihnen sogar das Geld für Grundnahrungsmittel wie Reis.

Gab es Frauen, die trotz Verbot weiterarbeiteten?

Wir haben vereinzelt davon gehört. Deshalb war es wichtig, dass wir sie möglichst rasch finanziell unterstützen und so entlasten konnten. Niemand will unter solchen Bedingungen weiterarbeiten, also ein Gesetz übertreten, und sich dabei noch gesundheitlichen Risiken aussetzen, wenn es Alternativen gibt. Wie gesagt, die meisten Sexarbeiter*innen sind selbständig und also darauf angewiesen, dass sie gesund bleiben. Überhaupt ist dies eine Berufsgruppe, die in Sachen Gesundheit sehr sensibel ist und keine unnötigen Risiken eingeht. Wir haben das gemerkt, als wir die Schutzmassnahmen ausarbeiteten. Es gab Sexarbeiter*innen, die auf uns zukamen und sagten: «Diese Massnahmen sind ein Witz, wir halten uns sowieso schon daran!» Tatsächlich gehören regelmässiges Händewaschen, Duschen, Lüften oder Wechseln der Bettwäsche in vielen Fällen zum Standard – was so gar nicht zum Image des Schmuddeligen passt, das der Sexarbeit offenbar immer noch anhängt.

Hat sich während des Lockdowns die Sexarbeit ins Internet verlagert?

Wir haben die Frauen in diese Richtung beraten und ihnen gesagt, dass solche Tätigkeiten weiter erlaubt seien. Die meisten, die in dieser Zeit Camsex oder Telefonsex angeboten haben, haben dies allerdings schon vor dem Lockdown gemacht. Man darf nicht vergessen, solche Angebote sind aufwendig, man braucht die technischen Mittel und das entsprechende Know-how. Und dann sind da, je nachdem, sprachliche Barrieren, die solche Angebote schwierig machen. Schliesslich ist die Konkurrenz im Netz riesig.

Gab es mehr Prostitution auf der Strasse?

Ich denke nicht, oder jedenfalls nicht markant mehr. Zum grossen Teil handelt es sich hierbei ja um Frauen, die für Drogen anschaffen müssen. Auch ist die Situation auf dem Strassenstrich, zumindest im Kanton Bern, ziemlich überschaubar.

Also blieben die Kunden mehrheitlich zuhause?

Es scheint so. Gesamtschweizerisch konnte man beobachten, dass die Nachfrage unmittelbar nach der Lockerung wieder stark anstieg. Dann, in den Sommermonaten, ging sie erneut zurück, doch das ist eigentlich normal, denn dann sind Schulferien, es ist Familienzeit. Tatsächlich gab es zu jener Zeit sogar ein Überangebot an Sexarbeit.

Wie das?

Im Juni war die Sexarbeit zum Beispiel in Österreich noch nicht erlaubt, in Deutschland dauerte das Verbot sogar bis August. Deshalb kamen viele Sexarbeiter*innen aus diesen Ländern in die Schweiz. Im September hat sich alles dann allmählich wieder normalisiert. In den vergangenen Wochen und angesichts der zweiten Welle wurde die Situation erneut schlechter. Wie sich das Ganze entwickeln wird, wissen wir derzeit noch nicht.

Für den Fall eines zweiten Lockdowns: Rechnen Sie erneut mit Unterstützung?

Ich bin zuversichtlich. Während des ersten Lockdowns erhielten wir viel direkte und unbürokratische Hilfe, von den Behörden, der katholischen Kirche sowie Hilfsorganisationen. Auch Privatpersonen spendeten Geld, manche haben sich sogar direkt bei uns gemeldet und den Sexarbeiter*innen ein Sofa oder Zimmer angeboten, was wir, nach sorgfältiger Abklärung, in Einzelfällen auch genutzt haben. Wenn man will, hat die Corona-Pandemie auch etwas Positives.

Was meinen Sie damit konkret?

Viele Menschen wurden vermutlich erst jetzt für die Situation der Sexarbeiter*innen in unserem Land sensibilisiert. Tatsächlich zeigt diese Krise noch klarer auf, wie prekär deren Arbeitsbedingungen sind und wie gross der politische Handlungsbedarf ist – und zwar klar in Richtung Verbesserung der Arbeitsrechte sowie der beruflichen Vorsorge, der Anerkennung als Dienstleister*innen und der Teilhabe an der Gesellschaft, statt zusätzlicher Stigmatisierung und Kriminalisierung. Um die Situation nachhaltig zu verbessern, muss Sexarbeit in allen Themenbereichen, auch im gesellschaftlichen Diskurs, als Erwerbstätigkeit voll anerkannt werden. Nur so kann die Prekarität durchbrochen werden, und nur so ist es auch möglich, für Sexarbeiter*innen den Zugang zu ihren Rechten zu gewährleisten. Schliesslich sind wir, auch als Organisation, noch näher mit den Sexarbeiter*innen zusammengerückt, der Kontakt zu ihnen ist direkter geworden, die Frauen reden viel offener mit uns.

Christa Ammann, 37, ist Sozial- und Heilpädagogin, arbeitete als Beraterin im Frauenhaus Zürich und ist seit 2014 Leiterin der Fachstelle Sexarbeit Xenia in Bern. 2018 wurde sie für die Alternative Linke in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt.