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«Wege aus der Schuldenspirale»
Neue Basler Stadtführung

Der Verein Surprise lanciert den neuen Rundgang «Wege aus der Schuldenspirale». Stadtführer Tersito Ries zeigt anhand seiner eigenen Biographie, wie schnell man durch Firmenkonkurs und persönliche Schicksalsschläge in die Armut geraten kann.

Ab dem 23. September bietet der Verein Surprise einen neuen Sozialen Stadtrundgang in Basel an: Auf der Tour «Wege aus der Schuldenspirale» schildert Tersito Ries, wie er als erfolgreicher Unternehmer in die Alkoholsucht, Depression und letztendlich in die Obdachlosigkeit abrutschte. Und er zeigt auf, wie schwierig es in der Schweiz ist, der Schuldenfalle zu entkommen. Auf den Sozialen Stadtrundgängen von Surprise erzählen armutsbetroffene und ehemals obdachlose Menschen aus ihrem Leben und machen so Armut und Ausgrenzung erlebbar.

Armut sichtbar machen

Armut ist in der Schweiz kein Randphänomen. 2019 lebten hierzulande über 700’000 armutsbetroffene Menschen. Trotzdem bleiben diese in der Öffentlichkeit meist unsichtbar. Die schweizweit 14 Stadtführer*innen von Surprise stehen für all jene Schicksale, die hinter dieser Zahl stecken.

Auch Ries kennt die finanzielle Not und den sozialen Ausschluss aus eigener Erfahrung. Auf der zweistündigen Tour durch Kleinbasel skizziert der 58-Jährige die wichtigsten Stationen seiner Biografie. Er verknüpft Armutsstatistiken mit seiner eigenen Geschichte und führt die Besuchergruppen zu Institutionen, die sein jüngstes Leben geprägt haben: zur Gassenküche, Schuldenberatung und zum Caritasmarkt.

«Mit den Stadtrundgängen kommen die Expert*innen der Strasse zu Wort. Das eröffnet neue Perspektiven – für die Besuchergruppen sowie für die Stadtführer*innen» sagt Sybille Roter, Angebotsverantwortliche bei Surprise. Die Rundgänge wurden 2013 lanciert; seither haben über 80'000 Personen die Städte Basel, Bern und Zürich aus dieser neuen Perspektive kennengelernt.

Anmeldung und Infos zur neuen Tour

Schulden-Podium am 28. Oktober

In einer vierteiligen Serie berichtete das Surprise Strassenmagazin über das Thema «Schulden» – über Schulden als Milliardengeschäft, die Vererbung von Schulden und neue politische Wege über den Umgang damit. Zum Abschluss der Serie diskutiert Surprise mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis sowie mit Direktbetroffenen über das Thema. Das Podium mit Apéro sowie einer Kurz-Version der neuen Stadtführung «Wege aus der Schuldenspirale»sind öffentlich und kostenlos.

28. Oktober, um 18 Uhr,Gare du Nord, Schwarzwaldallee 200, Basel
Anschliessend Apéro und Austausch.

Mit: Lilian Senn(Betroffene und Surprise-Stadtführerin), Olivia Nyffeler(Berner Schuldenberatung), Christoph Mattes(Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW), Yvonne Feri(Nationalrätin Kanton Aargau)

Anmeldung und Infos zum Podium