Strassenmagazin

Gesellschaft: Bedrohliches Meer

Die offene See ist ein symbolisch aufgeladener Ort. Eine Grenze zwischen vertrauter Welt und dem bedrohlichen Unbekannten unter der Wasseroberfläche. Und ganz ähnlich verdichten sich auf dem Meer sozial- und migrationspolitische Wahrheiten, die wir gerne verdrängen.

Unsere Kolleg*innen vom Hamburger Strassenmagazin Hinz&Kunzt haben sich das neue Kreuzfahrtterminal am Hafen angeschaut – und nach den Arbeitsbedingungen der Crewmitglieder gefragt. Ulrich Jonas’ Text dazu kann man nun auch im Binnenland Schweiz lesen, wo auch Jahr für Jahr Kreuzfahrten gebucht werden.

Auf dem Meer sterben auch Menschen, wie wir wissen. Menschen, die auch gerettet werden könnten, wenn es politisch gewollt wäre. Francesca Renon ist eine Ärztin, die auf einem Schiff der Nicht-Regierungsorganisation RESQSHIP bei Such- und Beobachtungseinsätzen im zentralen Mittelmeer mitfährt. Sie erzählt im Protokoll eines Einsatzes von den Menschen, die sich auf eine Plattform retten konnten und dort ausharren. Aufgeschrieben von Manuela Enggist.

In vier Teilen hat Redaktionskollege Klaus Petrus den Nationalen Armutsmonitor des Bundes besprochen, zusammengefasst, analysiert, kommentiert. Jetzt kommt unsere Serie «Armutsmonitoring» zu einem Ende. Der letzte Teil widmet sich der Rolle der Armutsbetroffenen in der Forschung.

Auch in diesem Heft:

Ein Bericht über die geschlossene Drogenabgabestelle in Burgdorf von Janine Schneider und ein Probenbesuch im Sogar Theater von Diana Frei, eine Besprechung von Dea Gjinovcis neuem Film von Céline Graf, ein Porträt des Berner Surprise-Verkäufers Jeremy Holzinger (Text: Lea Stuber, Foto: Ruben Hollinger), eine lyrische Verkäufer*innen-Kolumne von Nicolas Gabriel (Illustration: Stella Hänsenberger), Carlo Knöpfels Rubrik «Sozialzahl» über Working Poor und die Gerichtskolumne von William Stern.

Wir wünschen eine anregende Lektüre!