Monica, Strassenfussballerin aus Basel
Seit Monica denken kann, ist Fussball Teil ihres Lebens. Mit 13 schnürte sie erstmals die Schuhe – heute, viele Jahre und viele Hürden später, bedeutet der Sport für sie mehr denn je: Freiheit, Abstand, Kraft.
Kraft, für welche die Torhüterin heute wahnsinnig dankbar ist. Denn Monica weiss, wie es sich anfühlt, wenn das Leben schwer auf den Schultern lastet. Der frühe Verlust ihres Vaters, die Narben einer schwierigen Kindheit – all das trägt sie bis heute in sich. Zusätzlich kommen in ihrem heutigen Alltag immer wieder Herausforderungen dazu: eine kleine Tochter mit besonderen Bedürfnissen, ein Job als Kurierin, eine Beziehung, die manchmal wankt. Doch beim Fussball kann Monica einfach Monica sein, hier zählt für einen Moment nur sie. Sie schätzt den Zusammenhalt im Team, die Freundschaften, und sie erfreut sich immer wieder daran, ihre eigenen, aber auch die Fortschritte im Team zu spüren.
Die Women’s Streetfootball EURO und später auch der Homeless World Cup in Oslo werden für Monica ein Abenteuer und auch ein Abschied auf Zeit von Tochter und ihrem Hund. Diese Vorstellung gibt ihr ein mulmiges Gefühl: «Ich sorge mich ein bisschen, ob die beiden ohne mich klarkommen.» Doch dieses Risiko nimmt Monica auf sich: «Die Menschen bei Surprise tun so vieles für uns, das uns gar nicht bewusst ist. Ich möchte mit meinem Engagement etwas davon zurückgeben.» Monika will an den Turnieren nicht nur für ein gutes Resultat kämpfen, sondern auch für das, was ihr wichtig ist: Fairplay, Freude und die Kraft, immer das Positive zu sehen – selbst wenn das Leben einem Steine in den Weg legt. Ihr Wunsch: Ein Turnier voller Fairplay, Spass und verletzungsfreier Spiele.
Dieser Text wurde im Vorfeld der Women’s Streetfootball EURO 2025 in Basel von Alina Kilongan verfasst.