Behördenwillkür: Fatale «Fürsorge»
Endlich befreit
Ende Sommer 1979 holte eine Frau Christian Tschannen zuhause in Grenchen ab. Danach war der damals 7-Jährige nie wieder ein freies Kind. Und die mittellosen Eltern mussten für seine Ausbeutung sogar bezahlen. Profiteure waren Bauern und Firmen. Ab 1981 sei Schluss gewesen mit der behördlichen Willkür, heisst es. Aber der heute 54-Jährige war nicht alleine. Mit Kunst greift er die falsche Erzählung an. Das Porträt eines Widerständigen, recherchiert von Esther Banz, fotografiert von Sabine Hess.
Bei jedem Wetter
Ob Hitze, Kälte, Wind oder Wolken: Menschen in Not oder solche, die kein Obdach haben, sind dem Wetter ausgesetzt. Oft bedeutet es für sie Gefahr, weil sie sich nicht schützen können, in jedem Fall ist es aber eine zusätzliche Belastung. Was dies für die Betroffenen bedeutet und wie sie sich zu helfen wissen, zeigt am Beispiel von Oklahoma der eindringliche Essay des amerikanischen Fotografen Nathan Poppe.
Digitale Mauern
Es ist ein Phänomen, das niederschwellige Unterstützungsangebote für Menschen in Not in der Schweiz immer mehr beobachten: die Überforderung von Personen im Umgang mit digitalen Hürden bei der Anmeldung für Dienstleistungen von Behörden wie dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV). Denn um die Leistungen von Behörden wahrzunehmen, wird heute digitales Wissen oftmals vorausgesetzt. Jonas Frey hat mit Betroffenen geredet.
Skizzen der Zerstörung
Eine Kreidekarte, skizzenhaft gezeichnet, die Umrisse von Gaza und nichts als Worte: Neun palästinensische Geflüchtete erzählen im Dokumentarfilm «Qui vit encore» vom Leben im Gazastreifen vor dem Krieg und vor der Flucht aus der Hölle. Eine Filmkritik von Céline Graf.
Diese und noch viele andere auf- und anregende Geschichten ab heute auf der Strasse bei den Surprise-Veräufer*innen Ihres Vertrauens.