Belgien „Younited Belgium“

Younited Belgien ist ein soziales Sportprojekt, das Obdachlose motivieren und ihnen helfen soll, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Younited besteht aus 28 Teams in ganz Belgien und arbeitet mit einer Kombination aus sportlichen und sozialen Aktivitäten. Ziel ist es, das Bewusstsein für Obdachlosigkeit in der Gesellschaft zu schärfen und Stereotypen in Frage zu stellen. Die Spielerinnen sollen die Möglichkeit haben, ihr Selbstvertrauen zu stärken, ihre eigene Wahrnehmung zu verbessern und bei Younited Belgium einen sicheren Hafen zu finden.

 

Younited Belgium wurde 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Mouscron. Die Spielerinnen kommen aus benachteiligten Verhältnissen, viele waren obdachlos oder Opfer von häuslicher Gewalt. Sie finden ihren Weg zum „Terre Nouvelle«-Zentrum, wo sie vom Unterstützung in allen Belangen erhalten – beispielsweise beim Finden neuen Wohnraums, und bei der finanziellen, administrativen, sozialen und gesundheitlichen Stabilisierung, kurz: den Weg zurück in ein geordnetes Leben zu finden.

Das Team trainiert jeden Donnerstag und nimmt regelmässig an nationalen Turnieren teil, die von Younited Belgium organisiert werden. Hier geht es, wie bei allen Strassenfussball-Events, nicht in erster Linie darum, nur Fussball zu spielen – es geht um das Schaffen von Zusammengehörigkeit und Teamgeist.

Als Vorbereitung auf die Women’s Street Football EURO trifft sich das Team regelmässig neben dem Feld oder  – falls das direkte Gespräch nicht möglich ist – tauscht sich über soziale Medien über gemeinsame Ideen aus. Auch die Sponsorensuche passiert gemeinsam. Der Fokus der Athletinnen und Athleten, aber auch der Coaches und Manager, liegt auf der Freude am Spiel, wobei Einheit und Zusammenhalt über Konkurrenz stehen. «Wir wollen das Turnier nicht gewinnen, uns geht es um das Fairplay auf dem Platz», lautet es vom Verein. Fussball soll ein integratives Werkzeug sein, das Frauen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten die Teilnahme ermöglicht.

Trotz Herausforderungen wie Transportstreiks und den hohen Wohnkosten in Belgien, die ihre Arbeit erschweren, setzen sich die Mitarbeitenden des Vereins weiterhin für Frauen in Not ein und kämpfen für längere Unterbringungszeiträume und bessere Lebensbedingungen.

English

Younited Belgium is a social sports project aimed at motivating homeless individuals and helping them reintegrate into society.
With 28 teams across Belgium, Younited combines sports with social support to raise awareness about homelessness and challenge stereotypes. The goal is to provide players with opportunities to build self-confidence, improve self-perception, and find a safe space within Younited Belgium.

Founded in 2017 and based in Mouscron, the organization supports women from disadvantaged backgrounds – many of whom have experienced homelessness or domestic violence.
They find their way to the Terre Nouvelle center, where they receive holistic support – from finding housing to financial, administrative, social, and health stabilization. In short: Younited helps them find their way back to a stable life.

The team trains every Thursday and regularly participates in national tournaments organized by Younited Belgium.
As with all street football events, the focus is not just on playing the game – but on fostering belonging and team spirit.

In preparation for the Women’s Street Football EURO, the team meets regularly off the pitch – and when face-to-face meetings aren’t possible, they connect and share ideas via social media. They also work together on finding sponsors.
The focus of the athletes, coaches, and managers is on the joy of the game, where unity and solidarity come before competition.
„We’re not here to win the tournament – we care about fair play on the pitch,“ says the club.

Football is seen as an inclusive tool – giving women of all ages and physical abilities the chance to take part.

Despite challenges such as transport strikes and rising housing costs in Belgium that complicate their work, the Younited Belgium team continues to advocate for women in need – pushing for longer accommodation periods and better living conditions.