Vor sich selber davonlaufen
Ende Januar, genauer am 27. Januar 2026 um 11 Uhr, wurde im Triemlispital mein Darm untersucht. Im Spätsommer 2025 hätte es schon gemacht werden sollen. Doch ich war schlecht vorbereitet, hatte mich nicht an die Diät gehalten. Deswegen vereinbarte ich mit den Ärzten, dasselbe im Winter 2026 stationär zu untersuchen.
Trat am Vortag, 26. Januar, um 11 Uhr ins Triemlispital ein. Station K, Zimmer 228. Kriegte zum Essen nur noch klare Bouillonsuppe. Bin überzeugt, dass dies enorm wichtig war. 17 bis 19 Uhr trank ich das Plenvu, aufgelöst, 1 Liter. Zuvor bereits die gleiche Menge Wasser innerhalb einer Stunde. Am Dienstagmorgen, 5 bis 7 Uhr, dasselbe nochmals. Um 10 Uhr Stuhl flüssig. Mein Hintern war wund vom vielen Stuhlen. Schon ab 3 Uhr nachts hatte ich nicht mehr schlafen können, weil sie mir einen schwerkranken Mann ins Zimmer brachten.
Am frühen Morgen wollte ich das Ganze abbrechen und davonlaufen. Erkannte aber rechtzeitig das Muster, das typisch ist für mich: Ich versuche, vor mir selber davonzulaufen. Das wollte ich natürlich nicht.
Bin heute sehr glücklich, dass ich diese ganze Tortur über mich ergehen liess. Muss nun dasselbe für mindestens fünf bis zehn Jahre nicht mehr durchmachen. Habe Hochachtung vor dem Fachpersonal im Spital. Das Team bestand total aus drei Leuten, Nachtwache und zwei Pflegefachfrauen. Hatten alle Hände voll zu tun.
Diesmal habe ich die vorgeschriebene Ernährung während der vier Tage vor der Untersuchung eingehalten. Das ist für mich wichtig. Habe mich besser vorbereitet, und es hat sich ausgezahlt. Sie haben mir im Spital auch geraten, Wasser über den ganzen Tag verteilt zu trinken, in kleinen Portionen. Das ist das Gegenteil von dem Prozedere für die Untersuchung. Aber das habe ich mir nun vorgenommen.
Hans, lass den Mut nicht sinken
In Zukunft werde ich weiterhin
Täglich viel Wasser trinken